Das IB-Jahr am LG

Bis die Schüler:innen der 6i ihr IB-Diplom in den Händen halten, durchlaufen sie über zwei Jahre ein vielfältiges Schulprogramm, zu welchem diverse Projekttage und -wochen gehören. Einen Einblick des Schuljahrs 2025/2026 finden Sie hier.

Der IB-Diplomlehrgang ist ein zweijähriges Programm für die Oberstufe von Mittelschulen. Die Philosophie der IB-Organisation deckt sich weitgehend mit jener der schweizerischen Maturität: Eine ausgewogene Allgemeinbildung ist das zentrale Anliegen. Speziell stark gewichtet werden im IB die Internationalität und das Verständnis für fremde Kulturen und Denkweisen.

Das Literargymnasium Rämibühl ist eine der beiden öffentlichen Kantonsschulen im Kanton Zürich, die den Doppelabschluss IB / Matura anbieten. Die Schüler:innen der IB-Klassen erlangen am Ende ihrer gymnasialen Karriere sowohl den schweizerischen Maturitätsausweis als auch das weltweit anerkannte International Baccalaureate Diploma.

Das IB-Diplom umfasst auch andere innovative fächerübergreifende und überfachliche Elemente: Schüler:innen müssen sich in gemeinnützigen, kreativen und sportlichen Projekten engagieren (CAS) und in der Theorie des Wissens (ToK), die in Form von Reflexionstagen an passenden Stellen des Curriculums eingeschoben wird, über die unterschiedliche Art, wie die einzelnen Disziplinen zu Erkenntnissen gelangen, Gedanken machen.

ToK

Neben dem Fachunterricht besuchen die Schüler:innen des IB Programmes in der fünften Klasse den Kurs "Theory of Knowledge" (ToK).

ToK ist als Kurs über das kritische Denken neben CAS und dem Extended Essay eines der drei Fächer im Kern des IB Diplomprogramms. In ToK geht es einerseits darum, die Fäden der verschiedenen anderen Fächer zusammenzuführen, und andererseits darum zu untersuchen, wie wir wissen, was wir behaupten zu wissen. ToK Themen sind z.B. die Untersuchung von Argumenten auf ihre Schlüssigkeit oder das Erkennen von grundlegenden unausgesprochenen Annahmen. Wichtig ist auch die Offenheit für verschiedene Perspektiven sowie das Sich-bewusst-machen, dass mit Bezug auf eine Frage verschiedene Perspektiven legitim sein können.

Der Kurs findet an über das Jahr verteilten Tagen jeweils ganztags statt. An jedem der Tage wird ein bestimmtes Wissensgebiet behandelt, z.B. Kunst, Mathematik oder Sprache. Als Abschlussarbeit beantworten die Schüler:innen zum einen eine von 35 vorgegebenen Fragen (z.B. "Does some knowledge belong only to particular communities of knowers?") anhand von drei selbstgewählten Gegenständen. Die Antworten und Gegenstände wurden in einer Ausstellung präsentiert, zu der die Eltern der Schüler:innen und die Klasse 4i eingeladen waren. Diese Ausstellung war ein erfolgreicher und informativer Anlass, an dem auch viele Eltern dabei waren. Als zweiten Teil der Abschlussarbeit werden die Schüler:innen in der sechsten Klasse einen Essay zu einem von sechs vorgegebenen Titeln (z.B. "Accepting knowledge claims always involves an element of trust.") schreiben.

ToK Arts

Our ToK day started, as always, with some book presentations. We learned about music in connection to knowledge, which tied well into the day’s topic:…

ToK-day: Maths

On our maths ToK-day we learned to question what mathematics is and where its limitations lie, rather than treating it as a set of fixed rules. 

The…

ToK-Day

Continuing our journey through the various areas of Tok, we looked at the aspects of ToK in the natural sciences on the 05/01/2026. The investigation…

ToK-day: Technology

As usual, we started the day off with book presentations of our fellow classmates.

Afterwards we moved onto the introduction of the topic and asked…

Tok-Tag Theme Language and Exhibition – wenn Objekte zu mehr werden

Als ich in Marokko in der Wüste war, kam ich bei einem Nomaden vorbei. Er sass dort in seinem Zelt und bot mir Teppiche an. Einen davon habe ich nun…

ToK report – Knowledge and Language

On the 16th of September we had our third ToK day, on Knowledge and Language. We began the morning at 8:00 am by organising how everyone would take…

ToK day. Knowledge and the knower

To kick off our first ToK – on the 1. of September – day after our introduction to ToK before the summer holidays, we were introduced to concepts of…

TOK kick-off day

On the 4th of july we had our Theory of Knowledge (ToK) introduction, the so called Kick Off Day. The main topic was a discussion around the topic: „…

CAS

CAS – Creativity, Activity, Service – ist einer der Kernbestandteile ("core") des IB-Programms. Schüler:innen engagieren sich dabei im Sinne der Persönlichkeitsbildung in nicht-akademischen Bereichen. Gefördert werden Kreativität, eine aktive Lebensweise und – ganz besonders wichtig – soziales Engagement. Im Folgenden werden, aus einer Fülle an CAS-Aktivitäten, drei vorgestellt:

Project 1: Creativity

In order to complete a creative activity for the CAS part of the IB programme, my friends and I took the opportunity to attend the National Selection Conference of the European Youth Parliament in Bern. It was late August, and we had no idea what to expect.

Over four days, many different committees worked on different resolutions, trying to mimic how modern parliaments work. With topics ranging from transport optimization to suicide laws to women’s rights, everyone had something that called their name. After two days of intense committee work, our resolutions were done, and ready to be shared at the general assembly. 

Just like at the UN, committees presented the problems with their topic and then shared their solutions. Within a couple of minutes, all delegates and chairs voted upon the resolution, deciding if it would be passed or not. 

This experience helped us all improve in various aspects. I, for example, finally gained a good grasp on current political topics and how to tackle them. I also got the chance to practice my public speaking, since I gave a position speech on the second day of general assembly. Not only that, but I got to connect with tons of other people with similar interests in politics and global issues, some of which I am still in contact with today. 

I can highly recommend EYP to anyone curious about politics, how our governments work, or just ready to try something new.

Lilli Glass, 5i

Project 2: Activity

Running has been a passion of mine for years, and like for many other runners, completing a marathon had always been my ultimate dream. During my exchange year in Canada, I had the opportunity to train and complete the Vancouver Marathon in May 2025. Although the training was very challenging, I really enjoyed the process. It widened my knowledge of nutrition, recovery and running. I finished with a strong time of exactly 4:30:00, which I'm very proud of. Running through downtown Vancouver, by the ocean and through the famous Stanley Park, helped me push through and make it to the finish line. After having completed my second marathon in Zurich recently, I look back at my CAS project with pride and happiness. Running has and  always will be a very fun and meaningful experience to me and I'm happy that this project motivated me to push myself to new limits.

Emma Hanek, 5i

Project 3: Service

Am Samstag, dem 25. April war mein erster Einsatz, den ich im Rahmen des CAS Social des IB-Programmes absolvierte. Es war 14 Uhr, als ich in das bienenwabenförmige Altersheim eintrat. Türen mit wenigen rechten Winkeln und weiche Farben schmückten die Innenräume. Unten an der Treppe erwartete mich schon Herr Winzeler. Er ist einer der Kulturbegleiter des Altersheims Sonnengarten in Hombrechtikon. Nach einer kurzen gegenseitigen Vorstellung kamen schon die ersten Bewohner und Besucher, welche nach und nach den Saal füllten. Ausgestattet mit einem Programm und nach Bedarf mit einem Hörbügel, warteten sie nun auf die Vorstellung. Die Türen schlossen sich, das Licht wurde gelöscht und eine gespannte Stille machte sich breit im Raum. Alle Aufmerksamkeit war nach vorne gerichtet. Herr Winzeler ergriff das Wort und leitete den Anlass ein. Es war ein Duo, welches den Lebensweg von Christian Morgenstern dem Publikum sprachlich wie auch musikalisch erzählte. Christian Morgenstern war eng mit Rudolf Steiner befreundet und besuchte zahlreiche Vorträge von ihm. Durch Steiner kam er mit der Anthroposophie in Berührung. Diese Weltanschauung prägt das Altersheim und betrachtet den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele. Zudem geht die Anthroposophie davon aus, dass der Mensch durch kontinuierliche Schulung und Entwicklung des Geistes Zugang zu einer übersinnlichen Welt erhalten kann. Während die Zuschauer gebannt dem Lebenslauf lauschten, zählte ich die Anwesenden. Dabei kam ich auf rund 70 Personen. Eine rekordträchtige Anzahl. Nach der Vorstellung gab es einen tosenden Applaus. Die Lichter gingen an, die Türe öffnete sich und die Besucher strömten nach draußen. Dabei verabschiedete ich die gut gestimmten Leute, sammelte Hörbügel und Kissen ein, schließlich war der Saal menschenleer. Dies war der erste Einsatz während meiner rund zweimonatigen Tätigkeit, bei der ich nahezu jeden Samstag die Kulturveranstaltungen begleiten durfte. Auch der nächste Einsatz war sehr einprägsam. Eine Gruppe vom Goetheanum stellte gestisch das Märchen der weißen Schlange von den Gebrüdern Grimm dar. Dabei handelt es sich um Eurythmie, eine Bewegungskunst, die von Rudolf Steiner begründet wurde. Die anderen Veranstaltungen, die ich begleiten durfte, waren zahlreiche Konzerte. Angeführt vom Konzert ‘Reiselust’ des Trios Hibari, trugen zahlreiche renommierte Musiker ihre Stücke vor. Nach den Konzerten bekam ich auch die Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen die Künstler und Musikanten besser kennenzulernen. So erfuhr ich, wie man Lichttechniker für Eurythmie werden kann oder wie man mit Nervosität bei einem Auftritt umgeht. Ebenso durfte ich die Kulturbegleiter immer besser kennenlernen. Eine Besonderheit zweier Kulturbegleiter, mit denen ich zusammenarbeiten durfte, ist, dass sie zudem auch Entenwärter sind und die zwei Enten des Altersheims betreuen. Wenn ich auf meine Zeit bei meinem Einsatz zurückblicke, bleibt mir vor allem die Freude, die ich in den Gesichtern der Besucher gesehen habe, sowie die Freude, die die Bewohner und Besucher hatten mit den Künstlern und Musikanten zu sprechen, in Erinnerung. In guter Erinnerung werden mir auch die Gespräche, die ich mit den Bewohnern und Besuchern führen durfte, bleiben.

Markus Meichtry, 5i


Anja Nickel & Kevin Heutschi, IB-Koordination

Bettina Haydon, CAS-Koordination