AG Theater Rämibühl
FRIEDEN – ein Ensembleprojekt der AG Theater Rämibühl
Im Frühjahr feierte die AG Theater Rämibühl mit FRIEDEN Premiere und widmete sich einer Frage, die angesichts der politischen Entwicklungen in Europa aktueller kaum sein könnte: Was bedeutet es für junge Menschen, wenn von Kriegstüchtigkeit, Aufrüstung und militärischer Bereitschaft gesprochen wird?
Das Ensembleprojekt stellte Fragen nach Loyalität und Verantwortung, nach Sicherheit und Unsicherheit: Müsste ich lernen zu kämpfen – und wenn ja, für wen? Würde ich töten? Und welche Verantwortung tragen junge Menschen für politische Entscheidungen, über die sie selbst noch nicht abstimmen können, deren Folgen sie aber langfristig tragen werden?
Besonders war das Format des Abends: Theater und politische Begegnung gingen ineinander über. Bei jeder Aufführung war eine Politikerin oder ein Politiker zu Gast und wurde Teil des Theaterabends. So entstanden unmittelbare Gespräche zwischen den Jugendlichen des Ensembles und politischen Entscheidungsträger:innen. Im Zentrum standen dabei nicht politische Strategien oder ein klassisches Podiumsgespräch, sondern persönliche Fragen, Zweifel und Erfahrungen – und die ganz konkrete Bedeutung politischer Entscheidungen für das Leben junger Menschen.
Zu Gast waren unter anderem die Kantonsrätin und Menschenrechtsaktivistin Mandy Abou Shoak, die Politphilosophin Katja Gentinetta, Nationalrätin Priska Seiler Graf, Nationalrätin Nicole Barandun, Alt-Nationalrat Jo Lang sowie Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger.
FRIEDEN verstand sich dabei bewusst nicht als fertiges politisches Statement, sondern als Experiment: Fiktion und Realität, Theater und Gespräch wurden miteinander verschränkt und eröffneten einen Raum für Begegnung und Auseinandersetzung. Im Mittelpunkt stand die offene Frage: Wie weit reicht unsere Verantwortung?
Die AG Theater Rämibühl wurde geleitet von Joachim Aeschlimann und Sabina Aeschlimann, mit Dramaturgie von Daniel Riniker. Für das Bühnenbild zeichnete sich Tania Perret verantwortlich, für das Kostümbild Mikki Levy-Strasser. Die Musik stammte von Michael Schertenleib, die Technik wurde von Götz Dihlmann betreut. Unterstützt wurde die Produktion von den Assistierenden Aideen Federer, Sophia Frehner und Mindra Theisohn.
Sabine Aeschlimann & Joachim Aeschlimann













